Es ist eine der berühmtesten Schlachten der Filmgeschichte: Nur wenige wissen, dass sie gar nicht in der Normandie, sondern in Irland gedreht wurde

Die Männer sind nervös, die Nerven bis zum Bersten gespannt. Die Boote sind noch nicht einmal gelandet, da bricht die Hölle auch schon los. Maschinengewehrschüsse prasseln auf die jungen Soldaten ein, innerhalb von Sekunden fallen sie tot ins Wasser. Der Sturm auf die Normandie im Zweiten Weltkrieg war ein grausames Gemetzel und ist heute als D-Day bekannt. In Der Soldat James Ryan beginnt der Film mit ebenjenem schicksalhaften Militärschlag der Alliierten. Während die Schlacht am Strand der Normandie stattfand, wurden die Szenen an einem ganz anderen Ort gedreht – nämlich in Irland.
Der Soldat James Ryan verlegte die Dreharbeiten für den D-Day nach Irland – und wurde durch irische Reservisten unterstützt
Die Alliierten starteten am 6. Juni 1944 eine Großoffensive auf die Normandie, um einen sicheren Brückenkopf zu etablieren und eine Westfront zu eröffnen. Während alle anderen Strände durch vorherige Artillerie- und Luftangriffe gut vorbereitet waren, kam es am Omaha Beach zu hohen Verlusten.
Steven Spielbergs Der Soldat James Ryan zeigte in der Eröffnungssequenz die beinahe aussichtslose Lage, in der sich die US-Soldaten wiedergefunden hatten. Und während es einige historische Ungenauigkeiten im Film gibt, wird er dennoch hoch gelobt für die realitätsnahe Darstellung der Schlacht.
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John McManus, ein Professor für US-Militärgeschichte, lobte die Darstellung gegenüber der BBC :
Er ist historisch präzise genug, um das Geschichtsverständnis der breiten Öffentlichkeit tatsächlich zu bereichern. Einige der im Film dargestellten Ereignisse basieren unmittelbar auf den Schilderungen von Überlebenden.
Tatsächlich passen auch viele der Bilder mit den echten Aufnahmen überein, die während des Krieges von Armeefotografen wie zum Beispiel Robert Capa gemacht wurden. Die Sets, die Männer, das Schreckensbild des kollektiven Todes, all dies lässt sich sowohl im Film als auch auf den Originalfotos wiedererkennen. Der Film konnte diese Bilder lebendig machen und einen Teil des Horrors, den diese Menschen erlebt haben, rekonstruieren.
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Ein Faktor, der den Film so authentisch macht, dürften die Darsteller der Soldaten gewesen sein. Nicht nur Schauspieler, sondern auch echte Reservisten wurden hierfür vor die Kameras gebracht. Wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft RTÉ aus Irland berichtete, wurden Mitglieder der Reserve Defence Force in Uniformen der US-Army aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges gesteckt.
So konnten echte Soldaten eingefangen werden, wie sie sich tatsächlich in solch einem Gefecht bewegt hätten. Die Reservisten hatten dafür auch keine lange Anreise nach Frankreich. Die Aufnahmen des D-Day im Film wurden nämlich am Curracloe Beach im Süden der Ostküste von Irland gemacht.
Wo könnt ihr Der Soldat James Ryan schauen?
Wenn ihr den Film nun mal wieder sehen wollt, könnt ihr das aktuell unter anderem bei Paramount+ und Skys WOW im Streaming-Abo.
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